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SLIECZNY 2 |
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Gdansk
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Im Verhältnis sehr viel mehr Zeit verbrachten wir in Gdansk.
Danzig, im 10. Jahrhundert gegründet, am Ende des 2. Weltkrieges fast ganz zerstört und abgebrannt, ist heute eine große Hafenstadt an der Ostsee und kulturelles Zentrum Nordpolens. In seiner langen und stürmischen Geschichte stand Danzig über 150 Jahre lang unter der Herrschaft des Kreuzritterordens, erlebte seine goldenen Jahre unter dem Zepter polnischer Könige, war Monopolist im Holz- und Getreidehandel sowie wichtiges Mitglied der Hanse.
Mich hat die wunderbar restaurierte Altstadt sehr beeindruckt.
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Die giebelständigen Bürgerhäuser sind hoch und schmal mit rechtwinkligen Fenstern. Vielfältige Formen der Giebel und Dächer, reiche Ornamente und eindrucksvoller Stuck verleihen jedem Haus seine Individualität.
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Hier Aufnahmen aus der Langen Gasse |
und dem Langen Markt, |
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die seit dem 14 Jh. das Stadtzentrum |
Danzigs bilden. |
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Das Krantor aus dem 15. Jahrhundert mit seinen backsteinernen Rundtürmen steht am Ufer der Mottlau und ist das Wahrzeichen Danzigs. Es diente als Wehrtor. Ursprünglich war es ein hölzerner Kranbau, der im zweiten Weltkrieg jedoch abbrannte. Seine wichtigste Funktion war früher das Heben von Lasten.
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Die Frauengasse, Mariacka, ist eine der schönsten Straßen Danzigs. Sie führt von der Marienkirche bis zur Langen Brücke und wird durch das mittelalterliche Frauentor verschlossen. Sie ist ein prächtiges Beispiel für die alte Baukunst Danzigs mit den schmalen,
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reich verzierten Fassaden der Bürgerhäuser und ihren Beischlägen, die früher vor Hochwasser schützen sollten. |
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In den unteren Geschossen sind heute vor allem Juweliere niedergelassen, die auf die Anfertigung von Bernsteinschmuck spezialisiert sind. Hier habe ich eine wunderschöne Bernsteinkette kaufen können.
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Die Marienkirche ist die größte Backsteinkirche der Welt und eines der größten Gotteshäuser Europas. Sie ist 105,5 Meter lang, die Breite des Querschiffs beträgt 66 Meter. |
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In ihren schlichten weißen Wänden und Säulen im Inneren empfand ich eine wohltuende Ruhe und Andächtigkeit.
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Das Taufbecken, die Kanzel, die astronomische Uhr – wieder etwas für die Hansestädte Typisches – und all die anderen Kunstwerke, waren so gekonnt in der Kirche angeordnet, dass ich niemals den Eindruck hatte, der Raum sei übervoll. Jedes der Kunstwerke hatte einen Platz, der mein Augenmerk durch nichts anderes ablenken konnte.
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Da wir Danzig Anfang August besuchten, war die Stadt geprägt von Dominikaner Markt, der in Polen genau so bekannt und berühmt ist wie in Deutschland das Oktoberfest in München.
Die Tradition des Dominikaner Marktes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals zog es am letzten Samstag im Juli Kaufleute aus Deutschland, Frankreich, England und sogar aus Spanien und Portugal nach Danzig. Im Hafen machten über 400 Schiffe fest, beladen mit französischem oder spanischem Wein, mit Seide, Konfitüre, portugiesischem Gewürzen und Spezialitäten, englischem Zinn und Tuch. Von überall kamen Gaukler und Akrobaten, Theatertruppen. Heute ist der Jahrmarkt eine große Attraktion für die Besucher und Einwohner: Es gibt Handel an unzähligen Verkaufsständen, ein reiches Programm von Kultur- und Sportveranstaltungen. Während der drei ersten Augustwochen herrschen in der Stadt Neptun, Hermes und die Musen. Zu hören sind alte und neue Seemannslieder, Zigeunerromanzen, alte Danziger Musik und Drehorgeln. Der Duft von Fischdelikatessen vermischt sich mit dem süßen Geruch von Gebäck und den Duft von frischgebackenem Brot.
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Und nun komme ich für alle, die darauf warten endlich wieder zu śliczny.
Bestimmt kann sich jeder vorstellen, wie es ist, wenn man am frühen Nachmittag und Abend hier bei uns in Deutschland mit 4 Hunden zu einem Stadtfest, einem großen Jahrmarkt oder eine ähnlichen Veranstaltung geht, die sich über den gesamten Innenstadtbereich einer Großstadt erstreckt.
Auf dem Dominikanermarkt waren wir die Attraktion. Immer wenn wir stehen blieben um die Angebote der Händler zu betrachten oder etwas zu kaufen, bildeten sich große Menschentrauben um uns, und das Wort śliczny (süß, niedlich) war in aller Munde. Jeder wollte unsere Hunde streicheln, liebkosen oder mit ihnen fotografiert werden. Sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen waren verzückt. Wir haben eine große Unbefangenheit und Freundlichkeit gegenüber unseren Beardies erlebt. Nach kurzer Zeit wussten wir, dass wir auf polnische Aussagen die mit „rasa“ endeten mit Bearded Collie zu antworten hatten.
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Wenn wir gingen, wurde den 4 Hunden mal eben so im Vorbeigehen über den Kopf oder den Rücken gestreichelt und immer wieder hieß es śliczny !
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Nun sagt bestimmt jeder, oh weh, die armen Hunde! Wann wurde ihnen so viel Nähe von fremden Menschen zu viel?
Gar nicht!
Sie haben sich über viele Stunden abherzen lassen, sind geduldig mit uns durch das größte Menschengewühl gegangen, ließen sich weder von Gerüchten noch Geräuschen aus der Ruhe bringen. Hätten wir für jedes Streicheln und jedes Foto, das mit unseren Beardies gemacht wurde, einen Obolus verlangt, hätten die Hunde damit die Benzinkosten für die Reise leicht selbst verdienen können.
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Entlang der Mottlau führt eine Promenade mit Straßenrestaurants, hübschen Geschäften und Verkaufsständen. Hier begaben wie uns auch an Bord zu einer Hafenrundfahrt – natürlich mit Hunden!
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Emily hätte gern die Navigation übernommen. |
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Vorbei an der berühmten Danziger Werft ging die Fahrt bis zur Westerplatte, die früher ein beliebter Badestrand war.
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Am 1.September 1939 wurde die Westerplatte vom deutschen Linienschiff Schleswig-Holstein beschossen. Das war der Beginn des II. Weltkrieges. Ein Denkmal erinnert an die Verteidiger der Westerplatte. Das ganze Gelände mit den Ruinen der Kasernen und Wachhäuser wurde zu einem Mahnmal gestaltet. |
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Wieder mit festem Boden unter den Füßen hatten die Hunde so großen Hunger, dass sie wie die Staubsauger nach allem Essbaren auf dem Erdboden im Marktbereich Ausschau hielten. Wer so brav war, sollte nicht Hunger leiden, und so kaufte Vera eine große Tüte voller Brötchen, die gerecht aufgeteilt wurden.
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Der Tag neigte sich dem Ende zu. Menschen und Hunde fanden einen schönen Platz in einem Straßenlokal an der Mottlau und wenn nicht nach einiger Zeit ein heftiger Regen eingesetzt hätte, hätten wir vermutlich noch einige Zeit dort verweilt, um unsere Eindrücke von 3 Tagen in einer wunderschönen Stadt revuepassieren zu lassen.
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Wir aßen schnell im Stehen am Tresen unser Bigosch - dort war es nämlich trocken von oben und fuhren zum Hotel zurück. Hier fanden alle ein kuscheliges Plätzchen bis zur Heimfahrt am nächsten Morgen.
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Wenn man die beiden da so liegen sieht, dann kann man nur sagen:
Beardies sind wirklich
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