|
|
|
 |
 |
 |
 |
EINE GESCHICHTE ZUM NACHDENKLICH WERDEN |
 |
|
|
Eine Vorweihnachtsgeschichte (Rudolf Rengstorf) Einige Tiere unterhielten sich kurz vor Weihnachten, was wohl das Wichtigste zum Fest sei. "Na klar, Gänsebraten", sagte der Fuchs. "Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?" "Schnee", meinte der Eisbär, "viel Schnee", und er schwärmte verzückt: "Weiße Weihnachten!" Das Reh hauchte: "Ich brauche einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern." "Aber nicht so viele Kerzen", heulte die Eule," schön schummerig und gemütlich muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache.“ " Es muss so hell sein, dass man mein neues Kleid sehen kann", sagte der Pfau, "wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten". " Und Schmuck", kreischte die Elster. "Jedes Jahr zu Weihnachten bekomme ich etwas: Einen Ring, ein Armband, eine Kette oder eine Brosche. Das ist für mich das Allerwichtigste an Weihnachten". " Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen", brummte der Bär, "das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, dann verzichte ich auf Weihnachten". " Macht es wie ich", grummelte der Dachs, "pennen, pennen und nochmals pennen, das ist das Wahre. Weihnachten heißt für mich, mal richtig auspennen!" "Und saufen", ergänzte der Ochse, "tüchtig saufen und pennen!“ Aber dann schrie er: "Aua", denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt. "Du Ochse! Du und ihr anderen! Denkt ihr denn gar nicht an das Kind?“ Da senkten die Tiere beschämt die Köpfe und der Ochse sagte: " Das Kind, ja das Kind, das ist doch die Hauptsache.------ Übrigens", fragte er dann den Esel, "wissen das die Menschen eigentlich?“
|
|
|
|
|
Zurück
|
|
|
|